Nachrichten

05.09.2017 , Nachrichten

Forschungstransfer gefördert

1.5 Mio. Euro für die fünf Leibniz-Institute im Nordosten Kühlungsborn, 07.09.2017 Für den Wissens- und Technologietransfer in regionalen Netzwerken entwickeln die fünf Leibniz-Institute in Mecklenburg-Vorpommern eine innovative Struktur. Das gemeinsame Projekt heißt „Modell für institutsübergreifende Leistungen für den Wissens- und Technologietransfer in regionalen Netzwerken“ und befasst sich mit dem Wissenstransfer aus hochentwickelten heterogen ausgerichteten Forschungseinrichtungen. Jeder der Partner stellt den anderen einen von fünf Modulen zur Verfügung: „Erschließung neuer Märkte“, „Bereitstellung von Forschungsinfrastrukturen“, „Compliance“, „Wissenstransfer in die Schulen zur Nachwuchsförderung“ bzw. „Alumni-Netze für strategische Orientierungen“. Die Abgleichung, Absicherung und Erbprobung dieser Struktur soll in einer Testphase erfolgen. Das Projekt wird ab dem 1. Juli 2017 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 1,5 Mio. Euro gefördert. Die beteiligten Institute sind das Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik (IAP) in Kühlungsborn, das Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN) in Dummerstorf, das Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie (INP) in Greifswald, das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) und das Leibniz-Institut für Katalyse (LIKAT) in Rostock. Ansprechpartner am IAP ist Dr. Ronald Eixmann. Die ausführliche Pressemitteilung des FBN ist unter < https://www.fbn-dummerstorf.de/fileadmin/media/PDF-PI/fbn-pm-2017-06.pdf > zu finden.

15.08.2017 , Nachrichten

EOS Research Spotlight

Zwei Artikel von IAP-Autoren im Zentrum der Aufmerksamkeit Kühlungsborn, 15.08.2017 Die Identifizierung von Wellenmustern in Lidar- und Radarbeobachtungen der mittleren Atmosphäre wurde von EOS in den Blickpunkt gerückt. „Wellen am Himmel sortieren“ – so ist der Beitrag überschrieben, der die aktuelle Originalarbeit von Kathrin Baumgarten, Michael Gerding und Franz-Josef Lübken aus dem IAP hervorhebt. Darin geht es um die Auswertung eines 6150 Messstunden umfassenden Datenmassivs von Lidarmessungen aus 30 – 70 km Höhe über Kühlungsborn (54 °N, 12 °O). Durch eine Kombination von zeitlichen und vertikalen Filtern werden Schwerewellen und Gezeiten separiert, was detaillierte Rückschlüsse auf die Dynamik der Atmosphäre erlaubt. Wie mit der Vermessung von Meteorschweifen die mittlere Atmosphäre untersucht werden kann, ist Inhalt des zweiten Beitrags. Insbesondere geht es um die Anwendung stereografischer Methoden, die von Jorge L. Chau und Gunter Stober am IAP entwickelt worden sind und nun auf 12 Jahre Daten aus Andenes und Tromsö angewandt werden. In dem 400 km weiten Messvolumen wurden mesoskalige Wirbel identifiziert, die einen Jahresgang aufweisen – eine bisher nur indirekt zugängliche Information. EOS – Earth and Space Science News - ist ein Informationsblatt der AGU, das monatlich erscheint. In den Research Spotlight wird aus den AGU-Fachzeitschriften referiert. Die erwähnten Beiträge sind Baumgarten, K., M. Gerding & F. J. Lübken, 2017: Seasonal variation of gravity wave parameters using different filter methods with daylight lidar measurements at midlatitudes. J. Geophys. Res. Atmos. 122, 5: 2683-2695, https://doi.org/10.1002/2016jd025916.Branscombe, A. (2017), Sorting waves in the sky, Eos, 98, https://doi.org/10.1029/2017EO076713 . Published on 30 June 2017.Chau, J. L., G. Stober, C. M. Hall, M. Tsutsumi, F. I. Laskar & P. Hoffmann, 2017: Polar mesospheric horizontal divergence and relative vorticity measurements using multiple specular meteor radars. Radio Sci. 52,  7: 811-828, https://doi.org/10.1002/2016rs006225. Underwood, E. (2017), Tracking meteor trails to study the mesosphere, Eos, 98, https://doi.org/10.1029/2017EO079237 . Published on 09 August 2017.

04.07.2017 , Nachrichten

Physik-Journal-Aufmacher

ALOMAR auf dem Deckblatt und IAP in ausführlichen Berichten Kühlungsborn, 04.07.2017 Atmosphärenphysik war der Schwerpunkt des Juli-Heftes des Physik-Journals, der mit einem Bild des ALOMAR (Arctic Lidar Observatory for Middle Atmosphere Research) auf dem Deckblatt seinen Aufmacher fand. Das IAP gehört zu den Gründungsinstituten des ALOMAR, das in Nord-Norwegen liegt. Unweit der Lidar-Systeme sind Radar-Anlagen und Startplätze für Höhenforschungsraketen installiert – eine hervorragende Infrastruktur, um Einblicke in die Physik der Atmosphäre zu erhalten. Wie sich der Forscheralltag auf ALOMAR gestaltet, darüber hat Frau Dr. Maike Pfalz einen interessanten und detailreichen Artikel geschrieben. Ein weitere Beitrag unter Federführung des IAP nimmt Stellung zum Klimawandel, für den die mittlere Atmosphäre eine entscheidende Rolle spielt. Insgesamt sechs Artikel stellen in dieser Ausgabe des Physik-Journals den aktuellen Stand der Forschung aus der Sicht führender Atmosphärenforscher dar. Das Physik-Journal wird monatlich von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft herausgegeben - die Heimseite das Juli-Hefts 2017 ist < http://www.prophysik. de/details/physikjournalIssue/10562220/PJ_Juli_2017.html >.

12.05.2017 , Nachrichten

Drittes ROMIC-Statusseminar

Nach drei Jahren Projektlaufzeit wurde in Kühlungsborn Bilanz gezogen Kühlungsborn, 12.05.2017 Vom 11. bis 12. Mai kamen gut 60 Wissenschaftler am IAP zusammen, um neue Forschungsergebnisse zu Themengebieten wie Variabilität und Trends in solarer Strahlung, Chemie und Dynamik der Mittleren Atmosphäre und deren Kopplung zu diskutieren. „Diese einzigartige Kombination verschiedener Fachdisziplinen in ROMIC findet bereits Niederschlag in Sonderausgaben internationaler Fachzeitschriften“ freut sich der Projekt-Koordinator Prof. Franz-Josef Lübken. Zur Einrichtung einer zweiten Phase von ROMIC hat der Koordinator nach Abstimmung mit den Sprechern der Arbeitsgruppen bereits vor mehr als einem Jahr ein Konzeptpapier beim BMBF eingereicht. Wie Sprecher des BMBF und des Projektträgers auf dem Statusseminar betonten, werden die Möglichkeiten einer zweiten Phase von ROMIC zur Zeit im Ministerium geprüft. ROMIC (Role Of the MIddle atmosphere in Climate) ist eine vom BMBF mit ca. 8 Mio. Euro geförderte Maßnahme, in der Wissenschaftler aus 15 deutschen Instituten zur Rolle der mittleren Atmosphäre im Klima forschen. Das Projekt wird vom IAP koordiniert - weitere Informationen auf https://romic.iap-kborn.de/.

10.05.2017 , Nachrichten

Joint Young Scientist Meeting

Nachwuchwissenschaftler aus zwei Verbundprojekten am IAP Kühlungsborn, 10.05.2017 Zwei Tage volles Programm für die 20 Doktoranden und Postdocs aus den Projekten MS-GWaves und ROMIC: Vom 9. bis 10. Mai war das IAP Gastgeber und gestaltete ein wissenschaftlich und pädagogisch anspruchsvolles Programm. Ein voller Tag war dem effektiven wissenschaftlichen Schreiben gewidmet – von Prof. Olaf Wolkenhauer (Universität Rostock) in Form eines Seminars gestaltet. „Hilfreich ist auf jeden Fall die Idee, einen Artikel richtig durchzugestalten.“, meinte Lena Schoon, MS-GWaves-Doktorandin am IAP, die bei dieser Veranstaltung die Fäden in der Hand hatte. Der andere Tag war konkret dem Thema Schwerewellen gewidmet, wozu es einen Einführungsvortrag und Führungen durch die Labore des IAP sowie des Lehrstuhls für Strömungsmechanik gab. Die Nachwuchswissenschaftler waren begeistert von Dr. Martin Bredes eindrucksvollen Experimenten. Bei einer Stadtführung durch die Altstadt von Rostock klang dieser erlebnisreiche Tag aus - ein Teil der Studenten fuhr nach Hause, ein anderer Teil blieb zum anschließenden ROMIC-Statusseminar. ROMIC (Role of the Middle Atmosphere in Climate, https://romic.iap-kborn.de/) ist eine vom IAP koordinierte BMBF-Fördermaßnahme. Auch in der DFG-Forschergruppe MS-GWaves (Multi-Scale Dynamics of Gravity Waves, https://ms-gwaves.iau.uni-frankfurt.de/ ) ist das IAP in mehreren Projekten aktiv..

27.04.2017 , Nachrichten

Lange Nacht der Wissenschaften

IAP-Stand im Institut für Physik der Universität Rostock Kühlungsborn, 27.04.2017 Dem Himmel am nächsten – das war der Platz des IAP zur Langen Nacht der Wissenschaften. Die Aussteller im Institut für Physik der Universität Rostock bezogen sich im Wissenschaftsjahr Meere und Ozeane auf die Sphären in, auf und über dem Wasser unter dem Motto „Experimentarium – Das Haus des Meeres“. Anknüpfungspunkt der Nachwuchswissenschaftler aus Kühlungsborn waren Mesosphärische Eiswolken, die in ca. 85 km Höhe vorkommen. Zu deren Untersuchung werden verschiedene Techniken miteinander kombiniert: Radarmessungen mittels Meteoren (mit denen u.a. Winde bestimmt werden), Höhenforschungsraketen (die auch in großen Hohen hochaufgelöst Messungen vornehmen), ballongetragene Instrumente (die stratosphärische Turbulenzmessungen durchführen) sowie Computermodelle (die beispielsweise Konvektion beschreiben). All dieses wurde ausführlich dargestellt, es gab Dinge zum Selberbauen und so konnten die Besucher den spannenden Weg vom Experiment zur Erkenntnis nachvollziehen. „Der Andrang am Stand war so rege, dass wir zum Schluss kaum noch sprechen konnten“, meinte Tristan Staszak, koordinierender Standbetreuer des IAP. „Wir würden es jederzeit wieder tun – es ist schön zu sehen, dass die Begeisterung an unserer Forschung so groß ist.“ Zur Langen Nacht der Wissenschaften in Rostock präsentieren sich Einrichtungen aus der Wissenschaftslandschaft in und um Rostock – nähere Informationen auf < http://www.lange-nacht-des-wissens.de/ >.

29.01.2017 , Nachrichten

Tag der offenen Tür

Etwas zwischen Volksfest und Extra-Seminar Kühlungsborn, 30.01.2017 Raketen zum Selberbauen, hochempfindliche Lasertechnik mit 90 km Reichweite, Netzwerke zusammengeschalteter Radare, globale Zirkulationsmuster in komplexen Modellen, modernste Rechentechnik und gigantische Speicher - zum Tag der offenen Tür am 28.01.2017 standen die Mitarbeiter des IAP Rede und Antwort, öffneten ihre Labore und zeigten Experimente, erklärten ihre Forschungsergebnisse und berichteten über ihre erfolgreiche Forschung. Was haben Meteore mit leuchtenden Nachtwolken zu tun? Was gibt es Neues zum Klimawandel? Wie schnell fliegt eine Rakete? Gibt es in der Luft auch Wellen wie im Meer? Auf Anfrage ging es in die wissenschaftlich-technischen Details wie in einem Extra-Seminar, oder es wurden Bezüge zum Alltag hergestellt. Natürlich wurde keiner in fünf Minuten zum Atmosphärenphysiker, konnte aber bei einem Quiz sein neu erworbenes Wissen unter Beweis stellen. Bei diesem Volksfest der Wissenschaft kam jeder Interessierte auf seine Kosten. Unter den ca. 1300 Besuchern waren Schüler und Lehrer, Eltern und Kinder, Professoren und Studenten – oder ganz einfach neugierige Kühlungsborner. Der Tag der offenen Tür wird vom IAP in unregelmäßiger Folge veranstaltet. Über aktuelle Ereignisse aus dem Institutsleben kann man sich ständig auf den Webseiten < www.iap-kborn.de > informieren.

22.12.2016 , Nachrichten

Kinder-Uni Rostock

„Warum fallen Wolken nicht vom Himmel?“ Kühlungsborn, 22.12.2016 Ein ungewöhnliches Thema für ein ungewöhnliches Publikum: IAP-Direktor Prof. Franz-Josef Lübken gab im Rahmen der Kinder-Uni Rostock am 21. Dezember 2016 eine Vorlesung. Wieso flimmert ein Laserstrahl im Nebel? Woher kommt der Niederschlag? Was hält die Wolken in der Schwebe? Diesen Fragen wurde in der so unterhaltsamen wie lehrreichen Vorlesung nachgegangen. Die kleinen Zuhörer und ihre Begleitung waren gespannt: Anschaulich die Experimente von Jens Söder und Kathrin Baumgarten, faszinierend die Erklärungen des Professors, und aufgeweckt die munteren Fragen - von möglicherweise zukünftigen Physikstudenten? Die Kinder-Uni Rostock wird seit 11 Jahren gemeinsam von der Universität Rostock und der Ostsee-Zeitung veranstaltet – nähere Information auf < http://www.kinderuni-rostock.de/ >.

14.12.2016 , Nachrichten

Leibniz-Festveranstaltung

Die Leibniz-Institute Mecklenburg-Vorpommerns luden zu Theater und Diskussion in die Bühne 602 Kühlungsborn, 14.12.2016 Anlässlich des 370. Geburtstages und des 300. Todestages des Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz (geboren am 1.7.1646 in Leipzig, gestorben am 14.11.1716 in Hannover) veranstaltet die Leibniz-Gemeinschaft ein großes Themenjahr. Die fünf Leibniz-Institute Mecklenburg-Vorpommerns würdigten diesen Anlass mit einer Festveranstaltung am 13.12.2016 in der Bühne 602. Nach Grußworten von Prof. Klaus-Dieter Weltmann im Namen der Veranstalter, Staatssekretär Sebastian Schröder im Namen des Bildungsministeriums und Prof. Matthias Kleiner, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, wurde eine szenische Lesung aus dem „Kalkül“ von Carl Djerassi gegeben. Darin ging es um den Prioritätsstreit zwischen Leibniz und Newton, worin nicht nur Fragen des Wissenschaftlers als moralischem Wesen berührt wurden, sondern auch sein Anspruch auf universelles Weltverständnis. Daran knüpfte sich eine angeregte Diskussion über die Veränderungen, die die Wissenschaft seit Leibniz erfahren hat, an. Einig war man sich in der positiven Bewertung des Evaluierungsverfahrens der Leibniz-Gemeinschaft. Nicht ohne Kontroversen wurde dagegen erörtert, ob es eine effektive „Wissenschafts-Lobby“ gibt und was gegen „Wissenschaftsfeindlichkeit“ unternommen werden kann. „Kernpunkt ist jedenfalls, Begeisterung für Wissenschaft zu wecken und den Wissensdurst der Jugend zu stillen.“, meinte zusammenfassend Prof. Lübken, Direktor des IAP. Anschließend gab es zahlreiche Begegnungen zwischen Wissenschaftlern, Bürgern und Politikern. Der Einladung waren ca. 80 Personen gefolgt, unter ihnen Umweltminister Till Backhaus.

14.11.2016 , Nachrichten

Kooperation mit Universität Greifswald

Untersuchung des Langzeitverhaltens stratosphärischer Aerosole mit Lidar-Instrumenten und Satelliten Kühlungsborn, 14.11.2016 Das erste gemeinsame Forschungsprojekt zwischen der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald und dem IAP startete am 14. November 2016 mit einem Treffen in Kühlungsborn. Stratosphärisches Sulphataerosol ist von großer Bedeutung für das Klimasystem, weil es solare Strahlung streut und damit die planetare Albedo der Erde beeinflusst. Es ist außerdem wichtig für die Chemie der Stratosphäre, weil die Aerosolpartikel an der Chloraktivierung sowie an der Bildung polarer stratosphärischer Wolken beteiligt sind. Im Rahmen des von der DFG geförderten Forschungsprojekts sollen Lidar-Messungen an drei unterschiedlichen Orten genutzt werden: im ALOMAR (Arctic Lidar Observatory for Middle Atmosphere Research) in Andenes (Norwegen), auf der Davis Forschungsstation (Antarktis) sowie in Kühlungsborn. Neben der Bestimmung des Jahresgangs und dekadischer Variationen liefern die Lidarmessungen Aerosolteilchengrößen, die dringend benötigte Randbedingungen für die Ableitung der stratosphärischen Aerosolextinktion aus Satellitenmessungen darstellen. Ein anspruchsvolles Vorhaben, das nur gemeinsam bewältigt werden kann – darin sind sich Prof. Christian von Savigny (Lehrstuhl für Umweltphysik der Uni Greifswald) und Prof. Franz-Josef Lübken (Direktor des IAP) einig. Das Projekt LESAP (Langzeitvariation der stratospherischen Aerosolextinktion und der Aerosolteilchengrößen bei mittleren und hohen nördlichen Breiten) wird ab November 2016 für drei Jahre von der DFG gefördert.