Nachrichten
SIMONe war einfach perfekt
Neue Technologie überwachte 500 x 500 km mesosphärische Dynamik für 7 Tage Kühlungsborn, 15.11.2018 Diese Kampagne war der erste große Einsatz für das “Spread-spectrum Interferometric multistatic Meteor radar Observing Network” (SIMONe), das am IAP in Zusammenarbeit mit der Universität von Tromso in Norwegen und dem Massachusetts Institute of Technology entwickelt wurde. Es wurde die größte je über einem Gebiet erzielte Zählrate von Meteorschweif-Echos erreicht, die es nun erlaubt, die mesosphärische Dynamik mit höherer räumlicher und zeitlicher Auflösung als je zuvor zu untersuchen.
Mehr lesenSecond FISAPS Workshop
Aktuelle Fragen der atmosphärischen Turbulenz erörtert Kühlungsborn, 09.11.2018 Wenn ein Flugzeug plötzlich durchgeschüttelt wird oder sich warme mit kalten Luftmassen vermischen – dann spielt Turbulenz eine Rolle. Wie sie sich genau vermessen lässt oder wie sie sich im Zuge des globalen Wandels ändert – das waren Themen des Arbeitstreffens zu feinskaligen atmosphärischen Prozessen und Strukturen (FISAPS), das vom 6. bis 8. November im Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik stattfand. 35 Fachwissenschaftler aus Deutschland, den Vereinigten Staaten, Frankreich, Südkorea, Indien, Australien, Japan und Großbritannien sind zusammengekommen, um aktuelle Fragen der atmosphärischen Turbulenz zu erörtern. Diese sich im Bereich von Sekunden und Zentimtern sehr schnell ändernden Größen vor Ort zu erfassen geht nur mit hochempfindlicher Instrumentierung, die auf einen geeigneten Träger (zum Beipiel Flugzeug oder Ballon) montiert sein muss. Speziell wurde diskutiert, wie sich verschiedene Einzelaktivitäten auf internationaler Ebene zusammenführen lassen. So wurde vereinbart, dass demnächst der am IAP entwickelte ballongetragene Turbulenzsensor zusammen mit Instrumenten der Universität von Colorado zum Einsatz kommen soll. Schließlich möchte man lokale Prozesse auch in globale Zusammenhänge einordnen. So ist die Frage, ob sich in 8 bis 10 km befindliche Starkwindbänder und die daran gekoppelte Turbulenz im Zuge des Klimawandels verlagern, auch für Flugzeuge wichtig.
Mehr lesenPhysikerin der Woche
Dr. Kathrin Baumgarten von der DPG ausgewählt Kühlungsborn, den 17.07.2018 Die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) hat einen Arbeitskreis Chancengleichheit (AKC) eingerichtet, der jede Woche eine erfolgreiche Physikerin vorstellt. Für die 29. Woche des Jahres 2018 fiel die Wahl auf Dr. Kathrin Baumgarten, Postdoktorandin am IAP. Sie beschäftigt sich mit Lidar-Beobachtungen der mittleren Atmosphäre, speziell mit Signaturen von Gezeiten und Schwerewellen. Mittlerweile kann sie fünf Veröffentlichungen in begutachteten Fachzeitschriften vorweisen, darunter zwei als highlight hervorgehobene, womit ihre Kompetenz ausdrücklich unter Beweis gestellt ist.
Mehr lesenMenschengemachter NLC-Trend
Pressemitteilung der AGU zu IAP-Artikel Kühlungsborn, den 18.07.2018 Anthropogene Einflüsse verändern die Sichtbarkeit von leuchtenden Nachtwolken – das ist das Ergebnis einer kürzlich in den Geophysical Research Letters erschienenen Untersuchung von IAP-Wissenschaftlern. Darauf machte die Wissenschaftsorganisation AGU in einer Pressemitteilung aufmerksam. Diese Wolken zeigen sich in Sommernächten, wenn Eiskristalle in ca. 83 km Höhe von der Sonne angestrahlt werden. Dazu muss es nicht nur kalt genug sein - es muss auch ausreichend Wasserdampf vorhanden sein. Während die Kälte die Entstehung vieler kleiner Eiskristalle begünstigt, bewirkt die Feuchte die Bildung von besser sichtbaren größeren Teilchen. Es ist den Autoren gelungen zu zeigen, dass das Treibhausgas Methan das entscheidende Verbindungsstück zwischen menschlicher Aktivität und den mesosphärischen Eiswolken ist. Methan wird in der mittleren Atmosphäre zu Wasserdampf umgewandelt, , der sich dort somit seit 1800 um 40 % erhöht hat. “Dass das durch die Atmosphäre nach oben transportierte Methan über 100 Jahre einen so deutlichen Effekt hat, hat uns selber überrascht”, so der Hauptautor Franz-Josef Lübken.
Mehr lesenVerlässlich personalbewusst
Zertifikat zum audit berufundfamilie erneut bestätigt Kühlungsborn, den 27.06.2018 Es geht um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, das Finden von individuellen Lösungen in verschiedenen Lebensphasen und -stationen, zum Beispiel durch flexible Arbeitszeit oder Unterstützung bei der Kindergarten- und Wohnungssuche. In Anerkennung des Auditierungsprozesses wurde dem Institut am 27. Juni 2018 für weitere drei Jahre das Zertifikat „Beruf und Familie“ erteilt. Das IAP ist in diesem Jahr eine der 64 Einrichtungen, die das Zertifikat zum zweiten Mal bestätigt bekommen, und die einzige aus Mecklenburg-Vorpommern. Die offizielle Pressemitteilung zur Zertifikatsverleihung ist hier oder da.
Mehr lesenErfolgreiche PMWE-Starts
Aktuelle Informationen vom Höhenforschungsraketenprojekt Kühlungsborn, den 19.04.2018 Die erste Kampagne des PMWE-Projekts lief vom 08.04.2018 bis 18.04.2018 – zwei Höhenforschungsraketen wurden erfolgreich gestartet. Polare Mesosphärische Winter-Echos (PMWEs) sollten vermessen werden und wurden tatsächlich erfolgreich beprobt - die ersten Ergebnisse sehen vielversprechend aus.
Mehr lesenSondertatbestand genehmigt
Start für VAHCOLI Kühlungsborn, den 18.01.2018 Dreidimensional Wind und Temperatur bis 100 km Höhe mittels multipler Doppler-Lidar zu vermessen ist ein innovatives Vorhaben, das als Sondertatbestand VAHCOLI (englisch für Vertical And Horizontal COverage by LIdar) mit ca. 2 Millionen Euro für 2 Jahre vom Bund und Land Mecklenburg/Vorpommern unterstützt wird. Mit der Entwicklung eines neuartigen, diodengepumpten Alexandritlasers samt hochintegrierter Elektronik und Optik sind erstmals die dazu notwendigen kompakten und automatischen Systeme möglich geworden. Der wissenschaftliche Nutzen besteht in hochauflösenden Messungen, die z.B. eine gezielte Untersuchung von Schwerewellen erlaubt. Nach jahrelangen Vorbereitungen kann nun der Bau beginnen.
Mehr lesenNeue Verwaltungsleiterin
Amtseinführung von Diplom-Ökonomin Caren Schmidt Kühlungsborn, 07.09.2017 Seit August 2017 ist Frau Schmidt Verwaltungsleiterin am Institut für Atmosphärenphysik Kühlungsborn. Sie hat an der Humboldt-Universität zu Berlin Ökonomin studiert und verfügt über weitgefächerte berufliche Erfahrung in der kommunalen und wissenschaftlichen Verwaltung, in den letzten Jahren am Institut für Nutztierbiologie Dummerstorf. In Kühlungsborn warten als erste Herausforderungen die Organisation einer internationalen Konferenz sowie der Neubau eines Messlabors - die Kolleginnen und Kollegen des IAP wünschen ihr einen guten Start. Die Verwaltung des IAP besteht aus acht Personen, die sich neben Personal und Mittelbewirtschaftung auch um Baumaßnahmen sowie den Fuhrpark kümmern. Sie sorgen für ein optimales Arbeitsklima der ca. 90 Angestellten des Instituts.
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